Welche Varianten gibt es beim Wanne-zu-Dusche-Umbau?
- Flache Duschtasse an Stelle der Wanne: schnell, günstig, mit kleinem Einstieg.
- Bodengleiche Dusche mit Rinne oder Punktablauf: ohne Stufe, braucht genug Aufbauhöhe für das Gefälle.
- Dusche und Wanne getrennt: Wenn der Platz reicht, bleibt eine kleinere Wanne, dazu kommt eine Dusche.
Welche Variante möglich ist, hängt vor allem vom Abfluss ab. Liegt der Abfluss zu hoch, helfen besonders flache Ablaufsysteme oder eine kleine Pumpe.
Was kostet es, eine Badewanne durch eine Dusche zu ersetzen?
Für den reinen Umbau nennen Ratgeber etwa 4.000 bis 5.000 Euro. Kommen neue Fliesen, Estrich oder Leitungen dazu, steigen die Kosten deutlich.
| Position | Spanne |
|---|---|
| Badewanne zu Dusche umbauen (Umbau gesamt) | 4.000–5.000 € |
| Bodengleiche Dusche, nur Material | 1.200–1.400 € |
| Nur Dusche austauschen | 3.000–5.000 € |
| Fliesen verlegen je m² (Arbeit) | 35–60 € |
Stand 09/2026, Quellen siehe unten. Die Positionen überschneiden sich und dürfen nicht addiert werden.
Wie läuft der Umbau ab?
- Aufmaß
Der Betrieb prüft Abfluss, Leitungen, Wandaufbau und die Fliesen rund um die Wanne.
- Rückbau
Wanne und angrenzende Fliesen kommen raus. Oft zeigt sich erst jetzt, wie es dahinter aussieht.
- Installation und Abdichtung
Ablauf setzen, Leitungen anpassen, Abdichtung nach DIN 18534. Der Duschboden gilt als hoch beansprucht.
- Fliesen und Montage
Fliesen oder Wandpaneele, Duschwand, Armatur und auf Wunsch Haltegriff und Klappsitz.
Viele Betriebe schaffen den Umbau in wenigen Arbeitstagen. Planen Sie etwas Puffer für Trocknungszeiten ein.
Was ist im Plattenbau und im Altbau zu beachten?
Plattenbau: In DDR-Typen wie dem WBS 70 wurden vorgefertigte Sanitärzellen mit Rohrbündel eingebaut, die Bäder liegen innen. Der Abfluss sitzt oft so, dass eine bodengleiche Dusche nur mit besonders flacher Rinne oder einer Pumpe gelingt. Arbeiten am Strang stimmen Sie mit Vermieter oder Eigentümergemeinschaft ab.
Altbau: In Häusern mit Holzbalkendecken muss der Aufbau für das Gefälle leicht bleiben, und die Abdichtung braucht besondere Sorgfalt. Ein erfahrener Betrieb prüft die Decke, bevor er eine Lösung vorschlägt. Wie Sie vorab einen passenden Betrieb erkennen, steht im Ratgeber Guten Badbetrieb erkennen.
Gibt es Förderung für den Umbau von der Wanne zur Dusche?
Ja, wenn der Umbau Barrieren abbaut. Bei Pflegegrad zahlt die Pflegekasse bis zu 4.180 Euro. In Sachsen fördert die SAB bei dauerhafter Mobilitätseinschränkung 80 Prozent der förderfähigen Kosten, in der Regel bis 4.000 Euro, sofern die Einkommensgrenzen eingehalten werden. Auf die Arbeitskosten gibt es 20 Prozent Steuerermäßigung, höchstens 1.200 Euro im Jahr. Alles Weitere unter Förderung.
Reihenfolge beachten
Angebot einholen, Anträge stellen, erst dann den Auftrag erteilen. Wer vorher unterschreibt, riskiert den Zuschuss.
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Häufige Fragen
Wie lange dauert der Umbau von der Wanne zur Dusche?
Oft nur wenige Arbeitstage, wenn Leitungen und Abfluss passen. Muss der Estrich erneuert werden oder trocknen, kann es länger dauern. Der Betrieb nennt Ihnen nach dem Aufmaß einen Zeitplan.
Ist eine bodengleiche Dusche immer möglich?
Nein. Es braucht genug Höhe für das Gefälle zum Abfluss. In Altbau und Plattenbau ist der Aufbau oft knapp. Flache Rinnen oder eine Pumpe können helfen, das klärt der Betrieb vor Ort.
Muss das ganze Bad neu gefliest werden?
Nicht unbedingt. Oft werden nur die Flächen rund um die alte Wanne erneuert. Passende Fliesen sind aber selten noch erhältlich, deshalb wählen viele eine kontrastierende Fläche oder Wandpaneele.