Wer nutzt das Bad heute und später?
- Wie viele Personen nutzen das Bad täglich, zu welchen Zeiten?
- Braucht jemand heute schon Hilfe beim Ein- und Aussteigen oder beim Aufstehen vom WC?
- Planen Sie, lange in der Wohnung zu bleiben? Dann lohnt es sich, gleich barrierearm zu planen.
- Liegt ein Pflegegrad vor oder ist einer beantragt? Das beeinflusst die Förderung.
Wer heute plant, sollte an die nächsten 15 bis 20 Jahre denken. Eine bodengleiche Dusche und Wandverstärkungen für Haltegriffe kosten beim Umbau wenig extra, später nachgerüstet aber deutlich mehr.
Welche Maße und Anschlüsse sollten Sie kennen?
- Grundfläche und Raumhöhe, Lage von Tür und Fenster.
- Lage des Abwasserstrangs und des WC-Anschlusses.
- Höhe des Abflusses unter der Wanne oder Dusche: wichtig für eine bodengleiche Dusche.
- Warmwasser: zentral über die Heizung oder über einen Durchlauferhitzer?
- Heizkörper: Platz für einen Handtuchheizkörper?
Für eine barrierefreie Planung nennt die DIN 18040-2 Bewegungsflächen von 120 × 120 cm vor WC, Waschtisch und in der Dusche, für Rollstuhlnutzung 150 × 150 cm. Messen Sie grob nach, ob das in Ihrem Bad erreichbar ist.
Dusche, Wanne oder beides?
In kleinen Bädern ist eine bodengleiche Dusche meist die praktischere Wahl. Eine Wanne lohnt sich, wenn sie regelmäßig genutzt wird und genug Platz bleibt.
Viele Eigentümer entscheiden sich beim Umbau für die Wanne zu Dusche. Wenn Kinder im Haushalt leben oder Sie gern baden, kann eine Kombination sinnvoll sein. Prüfen Sie, ob eine Dusche mit Klappsitz und Handbrause Ihren Alltag leichter macht.
Was ist bei Lüftung, Licht und Elektro zu beachten?
- Innenliegende Bäder ohne Fenster brauchen einen Abluftventilator, am besten mit Nachlauf oder Feuchtesteuerung.
- Genug Steckdosen am Waschtisch, zum Beispiel für Föhn und Rasierer.
- Helles, blendfreies Licht am Spiegel, dazu eine Grundbeleuchtung.
- Nachtlicht oder Bewegungsmelder, wenn nachts Sturzgefahr besteht.
- Elektroarbeiten nur durch einen Betrieb, der im Installateurverzeichnis eines Netzbetreibers eingetragen ist.
Welche Oberflächen passen zu Ihnen?
Fliesen sind der Standard, große Formate bedeuten weniger Fugen. Fugenlose Oberflächen wirken ruhig, verlangen aber sorgfältige Verarbeitung und Pflege. Rutschhemmende Bodenfliesen sind in der Dusche Pflicht, wenn Sicherheit wichtig ist. Die Vor- und Nachteile vergleicht der Ratgeber Fliesen oder fugenlos.
Wie legen Sie Budget und Förderung fest?
- Groben Rahmen anhand der Tabellen unter Kosten setzen.
- Reserve einplanen: Ein Kostenratgeber setzt für Planung und Reserve 1.500 bis 4.000 Euro an.
- Förderung prüfen: Pflegekasse, SAB Wohnraumanpassung, ILB in Brandenburg, KfW-Kredit 159. Übersicht unter Förderung.
- Steuer: 20 Prozent der Arbeitskosten, höchstens 1.200 Euro im Jahr.
- Anträge vor der Auftragsvergabe stellen.
Welche Fotos und Angaben helfen den Betrieben?
- Ein Foto vom ganzen Bad aus der Tür heraus.
- Fotos von Wanne oder Dusche, WC und Waschtisch.
- Ein Foto vom Bereich unter dem Waschtisch mit den Anschlüssen.
- Fotos von Schäden: Wasserflecken, lose Fliesen, Schimmel an Fugen.
- Grobe Maße: Länge, Breite, Raumhöhe, Türbreite.
- Baujahr des Hauses und, wenn bekannt, das Jahr der letzten Badsanierung.
Mit diesen Angaben kann ein Betrieb schon vor dem Termin einschätzen, ob Ihr Vorhaben machbar ist, und bringt passendes Werkzeug oder Muster mit. Das spart Ihnen einen zweiten Termin.
Was klären Sie vorab als Eigentümer oder Mieter?
- In einer Eigentümergemeinschaft: Gehören Steigleitungen zum Gemeinschaftseigentum? Gibt es Vorgaben der Verwaltung?
- Bei Kulturdenkmalen: Mit der unteren Denkmalschutzbehörde klären, ob Eingriffe genehmigungspflichtig sind.
- Als Mieter: Schriftliche Zustimmung des Vermieters einholen. Nach § 554 BGB können Mieter Umbauten verlangen, die dem Gebrauch durch Menschen mit Behinderungen dienen.
Nächster Schritt
Wenn Sie die Punkte grob beantworten können, stellen Sie eine Anfrage. Fotos vom jetzigen Bad helfen den Betrieben bei der Einschätzung.
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Häufige Fragen
Wie viel Platz braucht eine bodengleiche Dusche?
Die DIN 18040-2 nennt für die Bewegungsfläche in der Dusche 120 × 120 cm, für Rollstuhlnutzung 150 × 150 cm. In kleineren Bädern ist eine barrierearme Lösung mit etwas weniger Fläche oft trotzdem ein großer Gewinn.
Brauche ich einen Badplaner?
Für einfache Umbauten nicht. Viele Badbetriebe planen selbst und zeigen Entwürfe. Bei komplizierten Grundrissen oder hohen Anforderungen an Barrierefreiheit kann eine Fachplanung sinnvoll sein.
Wann ist ein guter Zeitpunkt für die Badsanierung?
Eine feste Saison gibt es im Innenausbau nicht. Wichtiger ist genug Vorlauf für Angebote und Förderanträge. Wer die Steuerermäßigung nutzen will, sollte wissen: Für 2026 gelten 20 Prozent der Arbeitskosten bis 1.200 Euro, ab 2027 ist laut Kabinettsentwurf eine Kürzung geplant.
Welche Unterlagen helfen beim Vor-Ort-Termin?
Grundriss oder grobe Skizze mit Maßen, Fotos vom Bad, Angaben zum Baujahr des Hauses und, falls vorhanden, Unterlagen zu früheren Sanierungen. Notieren Sie Ihre Wünsche und Ihr Budget.